Nach einem lustigen Suchspiel, das sich auch Hinfahrt nennt, erreichten wir nach unzähligen Wendemanövern den Oberweider Hof im Funkloch Schotten.
Nach der Begrüßung des Hauswirts trugen wir unser Sack und Pack in die rustikal eingerichteten Domizile und begannen für 13 Kinder die Betten zu beziehen.
Aber damit nicht genug: Betreuer, sieben an der Zahl, brauchen schließlich auch Betten ... also noch einmal Kräfte sammeln und los.
Die Nachtruhe kam ziemlich schnell, da die Kids von der Fahrt sehr müde waren.
Am nächsten Morgen erhielten wir Instruktionen über die Hofordnung, wie und wann wir welche Fläche nutzen durften. Nach vielen liebevollen Bemühungen unsererseits den Kids verständlich zu machen, warum die Ställe nur unter Aufsicht Erwachsener betreten werden durften, kam dann der Schock: Oh Not, oh Not, zwei Gänse tot!
Nach Aussage der Zeugin Bauerstochter Anne lag am Tatort Gänsestall ein halber Ratschekasten und sooo große Steine. Was ist passiert? Man weiß es immer noch nicht!
Außer den toten Gänsen gab es noch ermordete Mücken, erschlagene Fliegen, hingerichtete Schneider und ertränkte Spinnen. Die Rache der Hoftiere folgte sogleich, denn das hofeigene Wachkälbchen startete eine ernsthaft lebensbedrohliche Hetzjagd auf Betreuerin Jennie. Ebenso gefährlich war es in der Samsa-Dusche. Frau Samsa wurde richtig angeschissen, im wahrsten Sinne des Wortes und zwar von unserem Nesthäkchen. Ein kothaltiges Fußbad hat selbst sie noch nicht genossen.
Beim Küchendienst musste sich dann allerdings die Mutter-Bäuerin in Acht nehmen: Ein sehr hilfsbereiter Mitreisender fühlte sich in seiner Aufräumaufgabe so wohl, dass er sich als Chef fühlte und zur Bäuerin sagte: " Ich bin total enttäuscht von Dir! Ich hab das Klopapier weggeräumt und du hast das wieder dahin gestellt!"
Die Dame fühlte sich sehr angegriffen und scheuchte ihn aus der Küche. Und glauben Sie uns: Er sah mit seiner Schürze aus wie ein Profi!
Neben mehrfachen Besuchen im Freibad, einem Vogelpark, Eis essen, und einer Wasserschlacht mit Klamotten im Niddastausee war ein weiteres Highlight die Ankunft einer Radfahrergruppe, bestehend aus ca. 20 jungen Kerlen. Unser Nesthäkchen begrüßte alle sehr herzlich mit dem Namen "Guckas", da unser Betreuer Lukas an diesem Tag unterwegs war und er ihn vermisste. Da mussten halt die fremden und völlig überforderten Männer herhalten. Trotz dieser ganzen Gefahren und mangelhaftem Handyempfang rund um den Oberweider Hof hatten wirklich alle unheimlich viel Spass. Außer 13 glücklichen Kids verlassen den Hof sechs gackernde Hühner und der Hahn im Korb "Guckas". Liebe Kids, wir freuen uns auf die nächste Tour mit euch. Ihr wart Spitze!!!!
Liebe Grüße
Glucke Andrea Samsa mit den Hennen Laura, Anica, Melissa, Jennie, Paula und dem Hahn Lukas